Ein Duett im Turm von St.Johannes

Dieses kleine, feine Video entstand während einer Führung durch den Sauerländer Dom im September 2019.
Großes Danke an Lambert, den Mann mit dem Schlüssel, an Peter, den Mann mit der Kamera, und natürlich an Leo, den Mann mit der Lead-Stimme.

www.youtube.com/watch?v=h-7sixjXa94

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Ein Gedicht

2te Halbzeit

Vieles gefragt, manche Antwort bekommen
Vieles gesagt, manchmal zu viel
Oft zu gewagt, meistens besonnen
Öfter sehr ernst, meistens nur Spiel.

Beständiges Schauen, nicht immer freiwillig
Großes Vertrauen als sicherer Halt
Darauf zu bauen war nicht immer billig
Die Zukunft bleibt offen, wird dennoch Gestalt.

So mache ich weiter, ohne Versicherung
Steh auf der Leiter und denke an Euch
Ein einsamer Streiter, innerlich kichernd und
manchmal auch weinend bei all dem Zeug.

Soll ich mich schonen, brauch‘ ich Reserven
wird es sich lohnen, ich weiß nicht so recht
Noch bin ich froh, denn nichts ist in Scherben
Alles in Allem ist’s gar nicht so schlecht.

Das Grundgesetz – Herzlichen Glückwunsch!

Passend zum 70jährigen Jubiläum möchte ich etwas persönliches zum Grundgesetz anmerken.
Tatsächlich hatte ich immer eine große Verbundenheit zu dem, was man heute „den Geist des Grundgesetzes“ nennt. Zu Beginn der 80er Jahre war ich Kriegsdienstverweigerer, war mehrmals durch die sogenannte „Gewissensprüfung“ gefallen und musste letztendlich den damals 15 Monate dauernden Grundwehrdienst antreten. Grundlage hierfür war damals der Artikel 12a Abs.2., insbesondere der Satz „Das nähere regelt ein Gesetz…“ Mit diesem Gesetz war ich absolut nicht einverstanden, aber es half ja nichts, die Möglichkeit, wie geplant den Zivildienst anzutreten,wie viele meiner Freunde, wurde mir genommen. Ich hatte damals also allen Grund, auf die deutsche Bürokratie und die Gesetzgebung sauer zu sein. Nichtsdestotrotz habe ich damals weiter daran geglaubt, (und tue das heute noch), dass das Grundgesetz ein gutes ist. „Die Würde des Menschen ist unantastbar…“ und „Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit…“ bereiten mir heute noch Gänsehaut. Ich bin ein Fan des Grundgesetzes.
Die Ausgabe auf dem Bild ist von 1983, also dem Jahr, in dem ich bei der Bundeswehr war. Sie hatte seit dieser Zeit über viele Jahre einen Platz in meinem Bücherregal.
Herzlichen Glückwunsch!

Immer wieder Weihnachten

Heute Morgen beim Gassi-Gehen mit den Hunden habe ich mich selbst gefragt: „Freust du dich eigentlich immer noch auf Weihnachten?“ Die spontane Antwort: „Ja!“ Als nächstes kam die Frage: „Auf was freust du dich eigentlich, dieses Jahr liegt doch gar nichts Besonderes an?“
Stimmt, bis auf das Ki-Roy Hähnchen am Heilgabend und das gemeinsame Essen mit der Familie am 2. Weihnachtstag ist nichts weiter geplant. Dann merkte ich, dass es gar nicht darum geht wie und ob wir Weihnachten in irgendeiner Weise feiern, sondern dass ich mich darüber freue, dass es Weihnachten immer noch gibt. Jeder von uns verbringt die nächsten Tage auf andere Weise, nicht immer freiwillig, wenn der Job es verlangt. Aber diese besonderen Tage gehören uns allen und verdienen unseren Schutz, denn, egal was um Weihnachten herum veranstaltet oder nicht veranstaltet wird: Es liegt der Gedanke an Liebe und Frieden in der Luft, zumindest empfinde ich das so.  Möge jeder diese Zeit auf seine Weise verbringen, mit oder ohne Weihnachten, aber die Möglichkeit zum gemeinsamen Feiern von Liebe und Frieden sollten wir uns auf jeden Fall erhalten. Bis heute war das Weihnachtsfest jedenfalls nicht kaputt zu kriegen, und ich bin guter Dinge, dass das auch so bleibt. In diesen Sinne wünsche ich allen eine schöne Zeit und Gelegenheit zum Krafttanken für das kommende Jahr.

The King ( King of your heart )

Der „King“ entstand,soweit ich mich erinnere, im gleichen Jahr wie „Einsame Nächte“ und war lange Zeit der Opener der TREEHOUSE Gigs.  Schon bei den ersten Takten konnten die meisten Zuhörer nicht mehr stillstehen.
Der Text beschreibt eine Art Erweckungserlebnis. Zugegeben etwas abgefahren, aber man darf ja mal träumen.

 

2018…Ein Sommer

Ein letzter Gang mit den Hunden ums Eck. Das trockene Rascheln des Laubs bei jedem Schritt will sagen: Es ist Herbst! Aber mein T-Shirt hat keine Arme, die Jacke bleibt nutzlos an der Garderobe hängen. Selbst der stetige Wind hier oben an der Haar bringt angenehme Wärme. Wenn es einen Wettergott gäbe, würde der sagen: Also, Leute in Deutschland, mehr kann ich nicht tun. Wer jetzt noch nach Malle fliegt, muss es nicht wegen des Wetters, sondern höchstens, weil er / sie schon Anfang des Jahres gebucht hat. Rudi Carell sang vor 40 Jahreni „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“. Da heisst es im Refrain: .“…mit Sonnenschein von Juni bis September…“ Tja, good old Rudi, von jetzt ab gilt: Von April bis Oktober…was aber leider nicht so schön in’s Versmaß passt. Egal, einfach nur genießen und dem Winter den Stinkefinger zeigen.

Am Abend

Gerade stehe ich auf der Dachterasse und schaue in den Himmel. Das Abendrot schimmert über dem Westen. Ein heller Punkt wandert über den Wolken um wenige Minuten später im Südosten zu verschwinden; Es ist die Internationale Raumstation mit Alexander Gerst und seinen Kollegen. In Gedanken sende ich einen Gruß. Eine Schar Wildgänse sammelt sich unter lautem Rufen und macht sich auf den Weg. Auch ihnen gilt mein Gruß. Es wird kühl. Im warmen Zimmer warten meine Frau und unsere Hunde. Das Leben ist schön…

Schöne Pferde

Ich werde ja zugegebenermaßen mit jeder weiteren Runde um die Sonne naturverbundener. Seit einiger Zeit fahre ich also (fast) jeden Morgen auf meinem Weg zur Arbeit einen kleinen Umweg über Haus Füchten, nur um – Ich nenne sie so – meine „Freunde“ zu sehen. Wenn ich sie dann schon von Weitem sehe, freue ich mich jedesmal aufs Neue. Bei soviel Schönheit geht mir einfach das Herz auf.

Einsame Nächte

Den Text zu „Einsame Nächte“ schrieb ich Ende der Achtziger während einer mehrjährigen Phase des Single-Daseins. Die Aufnahme mit unserer Band TREEHOUSE entstand im Proberaum ( oben rechts im Bild ) am Schleifmühlenweg, der leider nicht mehr existiert. Zur Veredelung des Takes holten wir damals Ansgar am Synthesizer dazu. Auf das Gitarren-Solo am Schluss bin ich heute noch ein wenig stolz.

Short Love

Der Song entstand 1989 nach dem Ende einer sechswöchigen Beziehung. Zur Aufnahme verwendete ich damals einen Tascam 4-Spur Recorder. Da ich noch in einer Männer-WG mit meinem Bruder wohnte und dieser bereits eingeschlafen war, musste ich beim Singen besonders leise sein. Gerade dadurch kommt die Nummer besonders entspannt rüber. Auch dieser Song gehörte zum TREEHOUSE -Repertoire, allerdings wesentlich rockiger mit „Uns Uwe“ am Gesang. Das Bild entstand wesentlich früher, noch ohne unsere Keyboarderin Anja.